Turniersieg in Oberaden

Beim Jugendturnier in Oberaden, dem größten in ganz NRW, konnten gleich zwei Teams ganz groß auftrumpfen: die Jungen in der MU18 und die Mädchen in der WU20.

WU20: Sieg in der Königsklasse

Schon vor dem Turnier wurde die Teilnehmerliste aufmerksam gescannt. Und als dann feststand, dass weder das polnische Sportinternat noch die niederländische Meisterschmiede aus Assen dabei war, formte sich ein Ziel in den Köpfen unserer Mädchen: der Turniersieg in Oberaden.

Gut vorbereitet startete die Mannschaft (die vorwiegend aus U18-Spielerinnen besteht) in die Vorrunde. Souverän belegte sie den ersten Platz und sicherte sich damit die Teilnahme an der Endrunde am Sonntag. Da waren die Gegner stärker, und einen Satzverlust erlaubte sich die Mannschaft. Aber gegen den Mitfavoriten SCU Lüdinghausen (gegen den wir in der Oberligasaison knapp verloren hatten) zeigte sie eine sehr konzentrierte Leistung und siegte mit 2:0. Nach der Finalrunde standen wir auf dem ersten Platz, der SCU auf dem zweiten.

Das bedeutete aber nicht den Turniersieg – der wird traditionell im großen Final-Showdown ausgetragen. Vor über 700 ZuschauerInnen standen sich beide Teams unter Sauna-ähnlichen Bedingungen gegenüber. Beide Mannschaften hatten viele Spielerinnen mit Erfahrung aus Ober- und Regionalliga in ihren Reihen. Die SCU-Mannschaft verfügte zudem über drei Kaderspielerinnen und hatte ohnehin die körperlich überlegene Mannschaft. Und den Gegnerinnen gelang auch der bessere Start. Dank einer Reihe von Stockfehlern vor allem in der Annahme lagen wir bald mit 12:20 hinten. Doch die Mädels gaben nicht auf, sondern kämpften mutig weiter, starteten eine Aufholjagd und kamen immerhin auf 20:24 heran. Dennoch ging der Satz an den SCU.

Im zweiten Satz nun umgekehrtes Bild: nun leisteten sich die Lüdinghauserinnen einige Fehler, nicht zuletzt dank des Drucks, den wir aufbauten. Trotz der kleineren Spielerinnen gelang uns eine Reihe wichtiger Blocks, im Angriff spielten wir variabler und cleverer. So glichen wir mit 25:16 aus.

Der Tiebreak begann ausgeglichen, bis wir uns, nicht zuletzt dank des phantastischen Supports unser vielen ZuschauerInnen, auf 9:5 absetzen konnten. Ein Hattrick von Zuspielerin (!) Ela brachte uns mit 14:9 nach vorne – 5 Matchbälle! Drei vergaben wir. Dann ein Aufschlag des SCU, der auf der Netzkante hängen blieb. Dort tanzte der Ball eine gefühlte Ewigkeit – und entschloss sich dann, auf der Lüdinghausener Seite herunterzufallen.

Riesenjubel in der Halle! Die geschlossenere Mannschaftsleistung hat sich am Ende gegen die besseren Einzelspielerinnen durchgesetzt. Unsere Mädchen haben vom ersten bis zum letzten Ball toll gekämpft und ihr Heil im Angriff gesucht. Der (wenn auch knappe) Sieg war eine verdiente Belohnung dafür. Zum zweiten mal nach 2017 gelang unserer WU20 der Turniersieg, damals gegen den VV Schwerte. Damals hieß der gegnerische Trainer so wie an diesem Sonntag auch: Oliver Freitag.

MU18: Beste Saisonleistung

Wer hätte das gedacht: die Jungs gewinnen die Kategorie in der männlichen U18 – und das, obwohl viele Spieler noch im U16-Alter sind. Die wohl beste Saisonleistung attestierte Trainer Karsten Wetekam seinen Jungs, die konstant auf hohem Niveau spielten. In der Vorrunde verletzten sich jedoch mit Max und Til gleich zwei Spieler. Ds warf die Mannschaft zunächst zurück, so dass nur der dritte Platz heraussprang. Das reichte aber für die Finalrunde. Und dort trugen sie alle Partien ohne eine einzige Niederlage aus. In einem starken Teilnehmerfeld landeten sie unerhofft aber nicht unverdient auf dem ersten Platz.

WU18: Läufer mit Steigerung

Eine Mischung aus U16- und U14-Spielerinnen trat in der U18-Klasse an. Im Fokus stand das Läufersystem, bei dem einige Spielerinnen die Automatismen noch nicht verinnerlicht haben. Neben Ecrin agierte Dilay (U14) als Zuspielerin – und machte ihre Sache wirklich gut. Insgesamt holperte es noch ab und an, vor allem am ersten Tag, an dem der Erfolg der Lernprozess untergeordnet wurde. Immerhin schaffte es die Mannschaft so in die mittlere Platzierungsrunde. Am Sonntag klappte dann Vieles schon besser. Mit einem guten 8. Platz (von 18 Teams) schnitt die Mannschaft unerhofft gut ab.

WU16: Die Minis mischen auf

Auch die in der U16-Klasse angetretene Mannschaft bestand vorwiegend aus jüngeren Spielerinnen (die meisten U13). Einige standen zum ersten mal auf dem Großfeld, und alle mussten sich auch erstmal an das Spielsystem gewöhnen. Das hat ein wenig gedauert – gut, dass die Schiedsrichterinnen die Aufstellung nicht immer ganz konsequent verfolgt haben. Im Spiel schlugen sich die Mädchen unerhofft gut: am ersten Tag gab es zwei Niederlagen, zwei Unentschieden und einen Sieg. In der Platzierungsrunde musste sie am Ende nur eine Mannschaft vorbeiziehen lassen und landete auf einem tollen achten Platz. Das Abschneiden selber spielte dabei gar keine so große Rolle; viel wichtiger war der Lerneffekt – und natürlich der Spaß!

WU14: Starke Konkurrenz

Mit einer unerwartet starken Konkurrenz musste sich die U14 messen – ebenfalls viele U13-Spielerinnen dabei. Mehrere Gegner kamen aus der Oberliga, und gegen Jungs mussten die Mädchen auch spielen – wie z.B den Turniersieger EVC Massen oder den Bezirkspokalsieger SuS Oberaden. Wie auch die WU18 und die WU16 landeten die Mädchen auf einem achten Platz – angesichts des starken Teilnehmerfelds ein gutes Ergebnis.

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