Berichte zum Damenspieltag 6./7.4.2019

Damen I sorgen für Partystimmung

Am Samstag haben die ersten Damen für tolle Partystimmung gesorgt. Arno hat seine Profi-Anlage aufgebaut, Melina war Herrin des Mischpults, über 80 Zuschauer sind der Einladung unserer Mädels gefolgt. Und der Besuch hat sich gelohnt: Die Mannschaft krönt eine unglaubliche Saison mit einem souveränen 3:1-Erfolg im letzten Heimspiel.

Zum Spiel: leider fehlten die Schwestern Anna-Lena und Johanna, dafür nahm Trainerin Andrea wieder die Nachwuchsspielerinnen Amelie und Sarah mit. Da es eigentlich um nichts mehr ging, wechselte sie auch munter durch, um die Spielanteile breit zu verteilen. Die Spielerinnen dankten es ihr mit einer am Ende überzeugenden Leistung. Dabei zeigte die Mannschaft ihre fast schon üblichen Startschwierigkeiten und fand zunächst nicht ins Spiel. Der Gast vom TSC Münster hingegen hatte sich viel vorgenommen und machte vor allem mit Aufschlägen viel Druck. So ging der erste Satz mit 25:20 verdient an die Gäste.

Doch dann zeigten unsere Mädchen, warum sie ganz oben in der Tabelle stehen: sie behielten die Nerven und spielten ganz unaufgeregt einfach weiter. Der Block stand nun besser, die Angriffe wurden zwingender. Und je höher der Druck wurde, desto mehr ließ der TSC nach. Den zweiten Satz gewannen wir mit 25:15, den dritten sogar mit 25:8. Im vierten war unsere Mannschaft zunächst wieder etwas nachlässig, riss sich aber rechtzeitig zusammen und siegte nach einem spannenden Satzverlauf mit 25:19. Trotz des Satzverlusts war es am Ende eine souveräne Leistung.

Nach dem Spiel gab die Mannschaft erstmal einen aus. Für das Betreuerteam Anja, Andrea und Christian gab es Blumen, für die Zuschauer Sekt. Viele Freunde, Fans und ehemalige Spielerinnen fanden sich ein und sorgten nicht nur gute Stimmung, sondern brachten auch schöne Überraschungen mit. Unser langjähriger Sponsor, die Anwaltskanzlei Blenkers, Dinklage & Ewert, spendierte einen großzügigen Scheck. Die Fußball-Jugendabteilung überraschte uns mit einem Gutschein über zwei neue Bälle. Und Theo Beckmann, bekannt aus der Dattelner Politik- und Kulturlandschaft, zeichnete die Volleyballerinnen als eine der Perlen der Stadt aus.

Es war ein toller Ausklang einer sagenhaften Saison. Niemand hätte nach der herben Klatsche gegen die Landesauswahl am ersten Spieltag gedacht, dass wir am Ende des Spieljahres als Meister dastehen. Die Mädchen haben sich aber in dieser Zeit enorm gesteigert, sowohl individuell als auch als Mannschaft. Die große Harmonie im Team hat ganz sicher zu dem Erfolg beigetragen. Dass die Mannschaft zudem noch eine der jüngsten der Liga ist (aktuelles Durchschnittsalter: 18 Jahre) und zum Großteil aus Eigengewächsen besteht, kann gar nicht hoch genug bewertet werden.

Nun heißt es erstmal: runterschalten. Am kommenden Wochenende wartet die nächste Party auf dem Deutschlandturnier in Reken, dann ist erstmal Pause bis Ostern. Danach geht’s aber schon wieder weiter mit dem Trainingslager: denn um in der Oberliga mithalten zu können, müssen die Mädels noch einiges tun.

Damen II schließen mit Überraschungssieg ab

Das war eine tolle Überraschung: die zweiten Damen schließen die Saison mit einem 3:0-Sieg über den Favoriten SV Lippramsdorf ab.

Dabei standen die Vorzeichen schlecht. Gleich vier Leistungsträgerinnen fehlten, drei davon waren zeitgleich bei den ersten Damen im Einsatz. Nun stand Trainer Frank ohne Zuspielerin da – und das gegen die routinierte und ambitionierte Truppe aus Lippramsdorf. Das größte Problem unserer Mannschaft ist aber eigentlich, dass sie ihr hohes Potanzial oftmals nicht ausspielt – sei es aus Angst vor dem Gegner oder aus Selbstzweifeln. Doch die waren am Samstag wie weggefegt, und die Mädels haben einfach so gespielt, wie sie können. In der Folge lieferten sie dem LSV einen harten Fight. Den ersten Satz gewannen sie mit 25:22. Jetzt war die Gefahr groß, dass das Team sich mit dem Teilerfolg zufriedengab, aber auch davon war nichts zu verspüren – sie kämpften genau so weiter und holten auch den zweiten Satz – ebenfalls mit 25:22. Im dritten konnten sie sich sogar Vorteile erspielen, und nun war der LSV die Mannschaft, die die Köpfe hängen ließ. Mit 25:18 gewannen unsere „Kleinen“ (nicht nur vom Alter, sonder auch von der Größe) auch den dritten Satz und sicherten sich so den fünften Platz in der Bezirksliga – ganz knapp vor dem Nachbarn GV Waltrop. Ein toller Erfolg für die Mädchen, die im letzten Jahr zum Großteil noch in der Bezirksklasse aufgeschlagen haben und die viele Spiele auf ihre Top-Scorer verzichten mussten.

Damen V verabschieden sich mit Bravour aus dem Aufstiegsrennen

Mit viel Pech verabschieden sich die fünften Damen aus dem Aufstiegsrennen. Nach der ebenso knappen wie unglücklichen 14:16-Niederlage vor zwei Wochen hatte Trainer Christian nur eine Rumpftruppe zur Verfügung. Gleich vier Spielerinnen fehlten, darunter auch einige der erfahrensten Spielerinnen (wenn man bei 14jährigen davon sprechen kann). Als am Sonntagmorgen dann noch die nächste krankheitsbedingte Absage kam, war Holland in Not. Zum Glück erklärte sich die U13-Spielerin Lena bereit, auszuhelfen, damit wir wenigstens eine Wechselmöglichkeit hatten. Und das war zwischenzeitlich durchaus wichtig.

Es war ein Kampf David gegen Goliath. Die Gegnerinnen vom TuS Herten waren ausnahmlos U20 und U18-Spielerinnen, während unsere noch im U16- und U14-Alter sind. Entprechend größer, kräftiger und athletischer sind die Tus-Spielerinnen, und diese Stärken spielten sie auch aus. Mit harten Aufschlägen machten sie viel Druck, ihre großen Blockspielerinnen beherrschten die Netzkante. Entsprechend überlegen begannen sie das Spiel, und unsere Rumpfmannschaft ließ sich zunächst davon beeindrucken. Der erste Satz ging mit 14:25 klar an die TuS-Frauen.

Im zweiten Satz stellte Trainer Christian um und brachte sogar die kleine Lena. Damit schien ein Ruck durch die Mannschaft zu gehen. Sie trat nun deutlich selbstbewusster auf und machte ihrerseits sehr viel mehr Druck – sei es durch Aufschläge, Mittel- oder Hinterfeldangriffe. Als der TuS seine erste Auszeit nehmen musste, war ein Zeichen schon gesetzt. Doch damit gaben sich unsere Mädchen nicht zufrieden. Sie erhöhten den Druck sogar und gewannen den Satz mit 25:22.

Nun war das Spiel wieder offen. Zwar legte der TuS wieder mit einigen Aufschlägen vor, doch holten wir wieder Punkt für Punkt auf. Bei 19:20 dann ein Aufschlagfehler – der Gegner erhielt den Vorteil und gewann den Satz (20:25). Im vierten Satz lagen wir sogar lange in Führung. Die Mädchen leisteten ganz starke Abwehrarbeit, so dass Herten selten einen Angriff durchbrachte, aber das kostete auch viel Kraft. Und Alternativen fehlten aufgrund des kleinen Kaders. So hatte Herten gleich vier Matchbälle, die wir aber alle abwehrten und sogar einen eigenen Satzball erspielen konnten. Den konnten wir aber nicht verwandeln. Ein Netzroller kippte die Schicksalswaage wieder zugunsten de TuS, der den Sack dann auch zumachte (27:25).

Die Mannschaft hat wie vor zwei Wochen ein ganz tolles Spiel geliefert. Man hat jetzt gesehen, wie stark sie sich in dieser Saison entwickelt hat. Zwar fährt der Aufstiegszug ohne uns weiter, aber die Mädchen haben sich eine sehr starke Basis erarbeitet, auf der sie aufbauen können.

 

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